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Garfield wird 40: Die faulste Katze der Welt feiert Geburtstag

Garfield wird 40: Die faulste Katze der Welt feiert Geburtstag

Garfield, der Gefräßige. 1978 schuf US-Comiczeichner Jim Davis seine erfolgreichste Comic-Figur für US-Zeitungen. Am 19. Juni desselben Jahres erschien erstmals ein kleiner Strip aus drei Bildern in 41 US-Zeichnungen, in dem sich ein Cartoonist namens Jon und sein Kater Garfield gegenseitig vorstellen. Der Beginn einer weltweiten Erfolgsgeschichte. Mehr als 200 Millionen Bücher wurden bis heute verkauft. Oh-so-famous.de wirft einen Blick hinter die Kulissen des Universums Garfield.

Antiheld Garfield: Faul, verfressen, zynisch

Jim Davis erklärt das Erfolgsgeheimnis seiner verschlafenen Comic-Katze folgendermaßen: "Garfield verteidigt unser Recht, egoistisch zu sein". Mit Garfield wollte Davis eine Katze erschaffen, mit der sich Jedermann identifizieren kann. Garfield sollte zu jeder Gesellschaft passen, er verzichtet auf Wortspiele, Redensarten und politische Bezüge. Davis zeigt Garfield stets in einer neutralen Umgebung, die einzige Jahreszeit, die im Comic erwähnt wird, ist Weihnachten. Der Cartoonist beschränkt seine Witze auf Essen und Schlafen, das passt auf jeden, überall. Ein Kalkül, das aufgeht.

Im November 1982 erschien der Kater auf der Titelseite des "People"-Magazins. Der Kaffee und Lasagne liebende Garfield wird zur Geldmaschine. Der Kater wurde in zahlreichen Formen vermarktet, mehr als 5.000 Lizenzen hat Jim Davis in den letzten Jahren verkauft. Bis heute ist Garfield eine zugkräftige Marke und der Verkauf der weltweiten Lizenzprodukte Davis‘ Hauptgeschäft. Zum Zeichnen der Comics hat er mittlerweile ein Team, das diese Arbeit für ihn übernimmt. Das Vermögen des erfolgreichen Cartoonisten wird derzeit auf rund 800 Millionen US-Dollar geschätzt.

Superstar Garfield: Von der Zeitung auf Mattscheibe und Leinwand

1982 wird aus dem beliebten Kater mit Hang zum Glücksspiel ein Fernsehstar. In der Sendung "Here Comes Garfield" am 25. Oktober feiert das orange "Faultier" sein Debüt auf der Mattscheibe. Die Sendung war ein voller Erfolg und wurde für zwei Emmys nominiert. Für Garfields Fernsehpremiere holte sich Jim Davis prominente Unterstützung. Kein geringerer als "Peanuts"-Erfinder Charles M. Schulz stand ihm zur Seite.

Der faulste Kater der Welt schaffte auch den Sprung nach Hollywood. In den Kinofilmen "Garfied: Der Film" (2004) und in der Fortsetzung "Garfield 2 – Faulheit verpflichtet" (2006) wurde der Kater computeranimiert dargestellt. Auch im Verlauf der Comics hat Garfield entscheidende äußere Veränderung erlebt. War er anfangs noch extrem fett, mit hängenden Wangen und kleinen, runden Augen gezeichnet, wird der Kater mit den Jahren zunehmend menschlicher. Mit der Zeit nutzte er nicht nur seine Vorderpfoten wie menschliche Hände, sondern er fing auch an, auf seinen Hinterbeinen zu stehen. Zusammen mit seinen menschlichen Verhaltensweisen war das Identifikations-Gesamtpaket Garfield nun perfekt.

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Autor: Redaktion