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Ethan und Joel Coen:

Ethan und Joel Coen: "Fargo" ist wirklich passiert

Obwohl der Film schon 20 Jahre alt ist, erzählten die Brüder Ethan und Joel Coen erst jetzt, welche Ereignisse in "Fargo" auf wahren Tatsachen beruhen und welche nicht. Die Brüder gehören zu den wichtigsten amerikanischen Filmemachern und wurden mit Filmen wie "Fargo" (1996), "The Big Lebowski" (1998) und "O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee" (2000) weltberühmt. "Fargo" war ein Kassenschlager und gewann den Oscar für das beste Drehbuch. Seit 2014 begeistert die gleichnamige TV-Serie, die sich inhaltlich jedoch von der Filmvorlage unterscheidet, weltweit die Fans.

Die Coen-Brüder in Plauderlaune

Die Geschichte von "Fargo" fesselt den Zuschauer sofort. Allerdings ist sie komplett erfunden. Oder doch nicht ...? Zu Filmbeginn wird behauptet "Dies ist eine wahre Geschichte. Die in diesem Film dargestellten Ereignisse beruhen auf einem Verbrechen, das im Jahr 1987 in Minnesota geschah. Auf Wunsch der Überlebenden wurden die Namen geändert. Aus Respekt vor den Toten wurde der Rest der Geschichte genau so erzählt, wie sie sich zugetragen hat." Auf die Frage, warum diese Einblendung zu Beginn des Films zu sehen ist, erklärte Ethan Coen, dass sie unbedingt einen Film in diesem Genre drehen wollten. In einem Interview mit der "Huffington Post" stellten die Filmemacher nun klar, was in "Fargo" wirklich auf wahren Tatsachen basierte. "Da gibt es tatsächlich zwei Dinge in der Geschichte, die auf realen Vorfällen basieren. In den 60er- oder 70er-Jahren gab es einen Kerl, der Autokennzeichen überklebte und damit General Motors betrog. Aber es gab keine Entführung und auch keinen Mord", erzählte Joel Coen der Zeitung. "Und dann gab es auch noch einen Mörder in Connecticut, der seine Frau tötete und ihren Körper in einem Hackschnitzler entsorgte. Aber alles weitere ist frei erfunden", ergänzte der Oscar-prämierte Regisseur. Diese Enthüllung kannten vermutlich noch nicht einmal eingefleischte Fans. 

Neues von den Coen-Brüder im Kino

Ihr neuer Film "Hail, Caesar!" feierte am 1. Februar 2016 Premiere in Los Angeles. Bei den 66. Internationalen Filmfestspielen von Berlin wurde der Streifen als Eröffnungsfilm gezeigt. Seit 5. Februar läuft der Film in den amerikanischen und seit 18. Februar in den deutschen Kinos. Die in den 50er-Jahren spielende Komödie schildert die Geschichte von Eddie Mannix (gespielt von Josh Brolin), einem Produktionsmanager aus Hollywood, der auf der Suche nach dem verschollenen Hauptdarsteller eines Films ist. 

 

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